Bin leider nicht in der Lage einen umfassenden Bericht über den Dia-Vortrag von Daniel Lüthy abzuliefern. Habe mir erlaubt den ganzen Vortrag für mich zu geniessen.
Der ganze Vortrag war sehr gut gestaltet und Bestand aus sehr gut gelungenen Dia`s. Auch der Ablauf des Vortrages war chronologisch aufgebaut, mit Landkarten illustriert und man konnte die Reise bezw. das Abenteuer nachvollziehen. Es gibt einige Sequenzen die mir nachhaltig geblieben sind die ich wiedergeben kann. So zum Beispiel die Wetterstimmung am Flughafen von Paramaribo (Hauptstadt). So stelle ich mir den Himmel bei einem Weltuntergang vor. Die Wolken so dunkel und tief, dass man sie fast anfassen konnte. Beeindruckend.
Daniel Lüthy hat uns zuerst etwas über die Lage von Surinam erzählt, über die Leute und die Vegetation. Die Bekanntschaft mit dem ersten Tier war ein Geko.
Überall am Wegesrand wurden Speisefische verkauft. An einem Stand wollte er einen Fisch fotografieren, das durfte er ab erst, nachdem er fünf Dollar bezahlt hatte; ab hier hiess der Fisch während der Expedition nur der „Fünfdollar-Fisch“. Er zeigte uns im Dia auch den Vieraugenfisch, welcher in der Lage ist, über und unter dem Wasser gleichzeitig zu schauen.
Am ersten Tag, weil Sonntag war, stand die Besichtung des Fort „New Amsterdam“auf dem Plan.
Einheimische haben mit Bastschnüren und Hühnerfüssen als Köder nach Krabben gefischt.
Daniel Lüthy zeigte uns das ganze Team sechs Personen, darunter auch unser Vereinsmit-glied Markus Kohler.
Vorstellung eines Zooladens in Paramaribo. Bei uns würden wir wahrscheinlich nur einmal in den Laden gehen und dann nie mehr.
Stadtbesichtigung mit Reiseführer. Besichtigung einer Schmetterlingsfarm. Dort hatte es Schmetterlinge von einer Grösse die wir uns nur schwerlich vorstellen können. Besuch einer Schlangenfarm und Besichtigung einer Rattenzuchtstation (Futter für die Schlangen)
Am Montag, als die Ämter wieder geöffnet hatten, ging es darum, eine Fischfangbewilligung zu erhalten. Dazu mussten sie ins Ministerium und diese beantragen. Das lief nur über den Guide. Als es endlich soweit war dass sie die Bewilligung erhalten sollten, war Stromausfall und der Drucker funktionierte nicht. Sie sollen morgen wieder kommen. Auf der Schreibmaschine wollten sie es nicht schreiben.
Als dann endlich die Bewilligung vorlag, konnte die Expedition beginnen, und zwar am Grenzfluss zu Guyana.
Daniel Lüthy zeigte uns Bilder aus einem Indianerdorf wo sie vorbeikamen und dort übernachteten. Er zeigte Bilder wie sie aus Manjuk Mehl machten. Zuerst musste dieses aber mittels Schilfmattenschlauch entgiftet werden (Flüssigkeit tropft heraus, eben das Gift).
Nach der ersten Tour mussten sie wieder zurück ins Ministerium zum Angeben, was für Fische sie gefangen haben und die Bewilligung für die zweite Tour abholen. Für die zweite Tour mussten sie mit dem Flugzeug zuerst eine Strecke zurücklegen. Vor dem Flug wurde jeder und jedes Gepäckstück gewogen damit entsprechend Kerosin getankt werden konnte.
Die zweite Tour führte nach Apetina, auch einem Indianerdorf. Die Tour musste aber in umgekehrter Richtung gemacht werden, da das Boot mit allem Proviant gekentert war das sie abholen sollte.
Nachdem die zweite Tour gemacht war, sollte zurück nach Paramaribo geflogen werden. Da aber die Tour in umgekehrter Richtung gemacht wurde, war das Flugzeug das dort stand, schon ausgebucht und flog ohne die „Abenteurer“ ab. Es wurde eine Telefonzelle gesucht und gefunden, dort konnte man aber nur mit Karten telefonieren aber nicht mit Geld. Zuletzt landeten sie in einem Spital von wo aus sie ihren Rückflug organisieren konnten.
Nachdem sie endlich in Paramaribo gelandet waren, mussten sie ins Ministerium um die Fische zu melden die gefangen wurden und die Ausfuhrgenehmigung beantragen damit sie die Tiere in die Schweiz mitnehmen konnten.
Die gefangenen Tiere wurden in einer Zoohandlung, NIAMAT`S Farm, bei einem guten Kollegen der Abenteurer, zwischengelagert.
Ja, wenn einer eine Reise tut............
Nicht zu vergessen sind die schönen Aufnahmen der Fische, der Landschaften und den fremden Menschen die Daniel Lüthy gemacht hat.
Alles in allem, der Vortrag ist empfehlenswert.
An dieser Stelle möchte ich Markus Kohler im Namen aller am Vortrag teilgenommenen Kolleginnen und Kollegen herzlich danken, denn er hat die Kosten des Vortrages übernommen. Herzlichen Dank.
Sekretär ATVL
Jürg Hulliger