Aquaristik in Asien

Pascal hat bei seinem grossen Trip Thailand, Malaysia, und Singapur bereist. Er hat an den verschiedenen Orten unter anderem das Betreiben der Aquaristik näher studiert und dokumentiert. Er hat festgestellt, dass es in Asien allgemein sehr viele AquarianerInnen gibt und, dass ein riesiger Markt an gezüchteten Fischen, vorliegt.

Der Vortrag war so interessant vorgetragen und mit super Bildmaterial unterstrichen, dass ich zeitweise vergass mir Notizen zu machen. Deshalb sind diese nur minimal ausgefallen. Hier einige Ausschnitte:
In Thailand, in der Stadt Pattaya, gibt es den grössten Fischmarkt der Welt. Vor allem werden dort Kampffische gezüchtet. Diese Fische werden wirklich zum Kämpfen gezüchtet. Es gibt dort richtige Kampffischfarmen. Pascal hat eine solche Farm besucht und uns mit Bildmaterial, für uns unvorstellbares gezeigt. Da gibt es zirka 3500 Betonbecken nur mit Kampffischen jeglicher Art. Da gibt es keinen Wasserwechsel, sondern die Becken werden nur vom Regen nachgefüllt und so mit etwas Sauerstoff angereichert. Daneben gibt es noch Gehege wo Kampfhähne gezüchtet werden.
Die Kampffischbesitzer haben eine viereckige, durchsichtige Glasflasche bei sich wo der Kampffisch darin ist. Sie begeben sich zur Kampfarena und marchen dort aus, welcher Fisch mit welchem zusammen kämpft. Wenn das geregelt ist, kommt ein Schiedsrichter. Es wird um Geld gekämpft; zirka 15 Path (15.- bis 18.- Franken). Die zwei Fische kommen nun zusammen in eine grössrere Flasche. Dort beginnen sie sich gegenseitig in die Flossen oder den Körper zu beissen, solange, bis sich ein Fisch zurückzieht. Er ist der Verlierer. Er kommt nach dem Kampf in ein so genanntes „Asylbecken“, denn, hat ein Fisch einmal verloren, verliert er immer wieder. Die Fische aus dem „Asylbecken“ werden gelinde gesagt, beseitigt.
Die modernen Kampffische werden nicht mehr eigentlich zum Kämpfen gezüchtet, sondern z.B. ihrer Flossen wegen, oder der Farben oder sogar der Farben der Nationalflagge, wegen. Wie gezüchtet wurde, oder wie eine schöne, spezielle Kampffischart entstanden ist, wird nichts gesagt. Der Thai ist verschwiegen.
Neuerdings werden die Kampffische auf Grösse gezüchtet. Das mit den speziellen Flossen und den Farben gehört langsam in die Vergangenheit an, oder die Varianten sind ausgeschöpft.
Pascal zeigt uns Bilder von „Bangkok-Aquarien“. Wunderschön bepflanzt und dekoriert. Das Grün der Pflanzen sieht so frisch aus wie bei uns die Laubbäume im Frühling.
Er zeigt uns auch Aquarien die für uns als absurd eingestuft werden könnten, so z.B. ein Aquarium aus einem Kühlschrank, einer Mikrowelle usw.
In Asien müssen alle Räume klimatisiert sein.
Matujak Market: Da ist z.B. einZierfischgrosshändler auf dem Markt. Er hat ca. auf 200 Meter Länge alles Plastikbeutel aufgetischt mit Zierfischen jeglicher Art darin. Dort kauft man gleich einen Beutel mit vielleicht 10 -20 Fischen darin und zahlt soviel wie bei uns für einen Fisch. Oder:
1 Kg. Artemia, lebend, für umgerechnet ca. Fr. 3.-.
Die 2. älteste Tochter des Königs hat eine Grosse Aquarienausstellung eröffnet. Daraus sieht man,
welchen Stellenwert die Aquaristik in Asien hat.
In Malaysia gibt es überall, wie bei uns ab Bauernhof Eier und Kartoffeln, Aquarien zu kaufen. Auch andere Betriebe bieten welche an; ist also ein weitverbreitetes Produkt.
Tony Than ist ein Inbegriff unter den Diskuszüchtern. Er besitzt vielerorts kleine Läden wo ein Angestellter den Laden betreibt. Manchmal ist es nur eine Garage, oder ein –für unsere Begriffe-, ein Abstellraum. Hat er mal ein Problem in einem Laden, sei es eine Krankheit unter den Fischen oder sonst ein Problem, so schliesst er den Laden gleich und eröffnet anderswo wieder einen Neuen. Er ist mit seinen Diskus auch weltweit an Ausstellungen anzutreffen.
Ein anderes Kapitel sind die Drachenfische oder Arowanas. Dieser Fisch ist überall sehr beliebt, aber es handelt sich auch um einen sehr teueren Fisch; ungefähr vergleichbar wie die Koi`s bei uns. Aus diesem Grunde sind die Arowanas-Farmen streng bewacht. Arowanas in den Farben gold und rot (Glücksfarben), sind ausserordentlich beliebt und eben teuer.
In Singapur gibt es zum Beispiel das „Aqualand“, eine Platy-Farm. Hier werden täglich 40`000 bis 50`000 Platys produziert.
Sekretär ATVL
Jürg Hulliger